Ausstattung der JKS

Zur Hauptausstattung gehören ein 7"-Starfire-Refraktor (180/1620), ein Planewave CDK20 (500/3454) und ein Zeiss AQ 80/840 auf einer gemeinsamen Astro Physics 3600 GTO Montierung. Der 7"-Refraktor ist ein universell einsetzbares Linsenteleskop, vor allem für die visuelle und fotografische Beobachtung von Objekten unseres Sonnensystems (Sonne, Planeten, Monde) und von großflächigen Deep Sky Objekten, wie z.B. Andromeda-Galaxie, Orionnebel, Plejaden, California-Nebel etc. Das Planewave CDK20 nach Dall Kirkham mit geebnetem Bildfeld für Großformatkameras ist ein Spiegelteleskop und eignet sich aufgrund seiner besonders großen Öffnung besonders für die visuelle und fotografische Beobachtung entfernter, lichtschwacher Objekte wie Gasnebel, Planetarische Nebel, Sternhaufen und Galaxien. Das kleine Zeiss-Fernrohr ist ebenfalls ein Refraktor, welcher vor allem für die Sonnenbeobachtung eingesetzt wird, vorzugsweise im tiefroten H-Alpha-Licht des Wasserstoffs.

Zur Peripherie gehören Ergänzungsbauten wie ein Okularschrank sowie Vorrichtungen, die die Handhabung mit den Geräten erleichtern. Zwei PCs dienen der Anzeige von Sternkarten, Steuerung von Teleskopen und Kameras, Aufbereitung von Aufnahmen und bieten Zugang zum Internet.

Die Kuppel wird manuell geöffnet/geschlossen und wird elektrisch per Fernbedienung gedreht. Bei feuchter Witterung regelt ein Lufttrockner die Luftfeuchtigkeit.

Ergänzt werden die Hauptinstrumente, die sich in einer 3,2m - Baader-Kuppel befinden durch weitere Instrumente, die auf einer angrenzenden großen Beobachtungsplattform nach Bedarf aufgestellt werden können.

Die nachfolgenden Bilder zeigen die Sternwarte zum Teil noch mit dem C14 und der AP1200. Im November 2010 wurde das wesentlich größere CDK20 installiert, auf der deutlich schwereren Montierung AP3600.

Instrumente auf Säule

Instrumente

Das große Instrument ist das Spiegelteleskop CDK20, das weiße, lange das Starfire 180/1620.


Hier einmal aus einer anderen Perspektive. Das ganz kleine Fernrohr am rechten Ende ist ein Sucherfernrohr,
das runde Teil in der Mitte eine Peilvorrichtung für die Sonnenbeobachtung. Hinten auf diesem Bild noch das alte C14.

Objektiv des Starfire

Das Objektiv des Starfire-Refraktors. Das Wort "Refraktor" kommt von Refraktion, (dt. "Brechung") also Lichtbrechung, denn Linsenobjektive funktionieren durch Lichtbrechung.
Der Durchmesser der freien "Öffnung"  beträgt 180mm, die Brennweite 1620mm. Das ergibt eine Blende 9, welches man bei astronomischen Instrumenten "Öffnungsverhältnis" nennt.
Das Objektiv besteht aus einem Paket von drei Linsen, welche durche eine dicke Spezialflüssigkeit miteinander verfügt sind. Dies bewirkt sehr geringe innere Reflexionen und wirkt von außen wie eine einteilige Linse.
Das Starfireobjektiv ist ein 3linsiger Apochromat von höchster Güte in seiner Korrektur, d.h Vermeidung von prinzipbedingten Abbildungsfehlern.
Besonders bei Mond und Planeten besticht das Objektiv mit bester Schärfe und höchstem Kontrast.

Montierung 1200

Gute Optiken nützen nur etwas, wenn sie auch ebenso gut auf die Himmelsobjekte nachgeführt werden und dabei die Erdrotation nahezu perfekt ausgleichen.
Eine gute Montierung, hier in "deutscher Bauart", die auf Joseph Fraunhofer zurückgeht, muß hohe Lasten sehr präzise und feinfühlig bewegen können.
Das erfordert hohes Know-How bei Konstruktion und Herstellung, welches nur wenige Hersteller weltweit beherrschen.

Steuerung

Die Montierung kann von Hand oder auch elektrisch bewegt werden. Letzteres hat den Vorteil, eine Computersteuerung benutzen zu können.
Von der Handsteuerbox, in der sich ein Microcomputer befindet, aus kann man nahezu jedes beobachtebare Himmelsobjekt eingeben und die Montierung bewegt die Fernrohre dann in die Zielrichtung.
Auch von einem PC mit einem geeigneten Sternkartenprogramm kann die Montierung eingestellt werden.

Sternwarte mit Plattform

Blick von der Plattform aus.

Urkunde