
Beobachtungen


AKS - Arbeitsgruppe "Astrofotografie" präsentiert unsere Astronomie
- Fotogalerie
Einige einzelne aktuelle Beobachtungen:
Der Gasnebel NGC281 im Sternbild Cassiopeia
Dies ist eine Wasserstoffwolke, aus der sich im Zentrum einige helle Sterne gebildet haben, die nun den Wasserstoff mit ihrer Strahlung ionisieren. Dieser gibt dann bei Rekombination mit Elektronen Photonen ab mit der für H-alpha Strahlung typischen Wellenlänge von 656 nm, also im roten Bereich.

Der Nebel steht in der Ebene der Milchstraße und somit inmitten vieler Sterne
Die Nordhälfte des zunehmenden Halbmondes
Aufnahme vom 29. Dezember 2006, 2 Tage nach dem 1.Viertel. Der Terminator verläuft durch den linken (westlichen) Teil des Mare Imbrium, am oberen Rand des Mare der große Krater Plato. Links unten am Bildrand Kopernikus, nur teilweise sichtbar. Das ausgeprägte Ringgebirge des über 1 100 km großen Mare Imbrium entstand wie das Mare selbst durch einen gewaltigen Meteoriteneinschlag vor etwa 3.9 Milliarden Jahren. Dieser war der Zweitgrößte Einschlag in der Geschichte des Mondes. Die stark gezackten Berge des Ringes zwischen M.Imbrium und M.Serenitatis heißen Montes Appeninus, die Appenninen des Mondes.
Es gibt auch die Mondalpen, sie liegen rechts vom Krater Plato, die lange, schräge Einkerbung rechts von Plato ist das Mondalpental. Die Aufnahme entstand am 7" Refraktor mit Nikon 990, 1/60 s, effektive Brennweite 1100 mm.

Das Mare Imbrium mit dem Krater Plato
Die Südhälfte des zunehmenden Halbmondes
Die Daten der Aufnahme sind die gleichen wie zuvor bei der Nordhälfte. Der Terminator verläuft am Westrand (links) vom Mare Nubium. Die Namen bezeichnen die jeweils dem Rand am nächsten liegenden Krater. Tycho, dessen lange Strahlen man am besten bei Vollmond sieht, ist der Krater rechts von Wilhelm I., mit deutlich sichbarem Zentralberg. Die Bezeichnung A.11 am oberen Rand markiert die Landestelle des 'Eagle', der ersten Mondfähre, am 20. Juli 1969 im Mare Tranquillitatis beim Krater Moltke (Moltke ist der helle Fleck direkt unter dem Punkt von A.11).

Krater zwischen Mare Nubium und Mond-Südpol
Kraterregionen des Mondes
Die beiden folgenden Bilder entstanden am 1. Dezember 2006, zunehmender Mond mit 87 %, Erdentfernung 366 Tsd. km. Meist ist der Mond weiter entfernt, bis zu 410 Tsd. km sind möglich.
Beide Aufnahmen mit 7" Refraktor, Nikon 990, 1/125 s,effektive Brennweite 1290 mm.
Links der Krater Kepler (32 km Durchmesser, 2 600 m tief), mitte rechts Kopernikus. Einige der von Kepler ausgehenden Strahlen sind bis zu 300 km lang.

Die Krater Kepler und Kopernikus
Das Mare Humorum mit dem Krater Gassendi
Am rechten Rand des Mare Humorum der Krater Gassendi (110 km Durchmesser, Kratertiefe 1900 m). Darunter links der Krater Tycho (85 km Durchmesser, 4800 m tief, von dem bis 1500 km lange Strahlen ausgehen,verursacht durch Auswurfmaterial beim Einschlag eines kosmischen Körpers. Der Krater ist mit einem Alter von 100 Mio. Jahren noch recht jung und damit ähnlich alt wie Kepler und Kopernikus.

Die Spiralgalaxie M33 im Sternbild Dreieck:
Entfernung: 3 Millionen Lichtjahre, aufgenommen am 14. Dezember 2006

Diese Galaxie ist außerordentlich reich an sogenannten H II Regionen, das sind Gebiete rot leuchtender Wasserstoffwolken. Die intensive UV-Strahlung heißer junger Sterne in der Nähe dieser Wolken ionisiert viele Wasserstoffatome (d.h. das Elektron wird vom Proton getrennt). Bei der irgendwann eintretenden Kollision des Ions mit einem freien Elektron (der sog. Rekombination) wird das Elektron zunächst in einer hohen Energiestufe eingefangen. Anschließend fällt es auf eine niedrigere Stufe zurück, wobei Lichtquanten (Photonen) der Wellenlänge 656.2 nm abgegeben werden. Dies ist das rote Licht der Balmer-Serie, das mit H-alpha bezeichnet wird.
Die große Zahl der Vordergrundsterne (weiße Punkte und Scheibchen) unserer eigenen Galaxis deutet darauf hin, daß M33 von uns aus recht dicht bei der Blickrichtung zur galaktischen Ebene liegt. Wir schauen also erst durch dicht mit Sternen besetzten Raum hindurch, bevor der Blick durch den leeren intergalaktischen Raum drei Millionen Lichtjahre weiter zur Dreiecks-Galaxie wandert.
Links im Bild ist das winzige Abbild einer weit entfernten Galaxie zu erkennen (PGC 05899),sie ist fast 1/2 Milliarde Lichtjahre weit entfernt. Das eingeblendete Bild ist eine Vergrößerung ihres nur schwer zu identifizierenden Abbildes.
Die Spiralgalaxie M101 im Sternbild Großer Wagen:
Entfernung: 25 Millionen Lichtjahre, aufgenommen am 4. Juli 2006

Dieses Bild gibt zwischen den Spiralarmen den Blick frei in den Hintergrund des Raumes. An mehreren Stellen lassen sich dort sehr klein und schwach abgebildete, weit entfernte weitere Galaxien entdecken. Sie erscheinen hier als leicht gelblicher, verwaschener Fleck,im Gegensatz zu den Vordergrundsternen unserer eigenen Galaxis, die als weiße Scheibchen sichtbar sind. Eine dieser Galaxien auf unserem Bild findet sich sehr schön auch auf einem Hubble-Foto von M101 und wurde als Ausschnitt in unser Bild eingeblendet. Sie ist über 1 Milliarde Lichtjahre von uns entfernt. Einige Pfeilmarkierungen (rechts) weisen auf weitere Galaxien hin.
Sonnenfinsternis am 29. März 2006:
Aufgenommen von André Nikolai in Side/Türkei und Gottfried Reimann in Weil der Stadt/Kepler-Sternwarte

Der Große Orionnebel (M42)
Ein Composit von Aufnahmen mit 20-60-100 s Belichtung sowie jeweils mittels R-G-B Filter

Galaxie M51 im Sternbild Jagdhunde:

Galaxie M81
im Gr. Wagen:

Galaxie M104
im Sternbild Jungfrau:

Der Orionnebel
M42:

Das vielleicht eindrucksvollste
Beobachtungsobjekt am winterlichen Sternhimmel ist der Orionnebel. Gleichzeitig
ein diffuser Nebel aus Gas und Staub (Reflexionsnebel) als auch Emissionsnebel
(H-II Gebiet, ionisierter Wasserstoff). Der Orionnebel ist Sternentstehungsgebiet.
Vier junge Sterne im Zentrum, das sogenannte 'Trapez', erhellen den Nebel von
innen und sorgen mit intensiver kurzwelliger Strahlung (UV) für die Ionisation
des Wasserstoffs. Sie dürften nur wenige Millionen Jahre alt sein, also astronomisch
extrem jung. In ihrer Umgebung entstehen auch derzeit weitere Sterne aus Staub
und Gas. Das Trapez ist deutlich im Nebelzentrum zu erkennen Die Aufnahme erfolgte
am 7" Starfire-Refraktor der Kepler-Sternwarte mit Nikon Coolpix 990, 60 s Belichtungszeit,
afokal mit einer Effektivbrennweite von 540 mm. Das Objekt ist auch mit dem
Auge sehr schön im Fernrohr zu beobachten und wird bei unseren Führungen im
Winter regelmäßig gezeigt. Selbst mit einem Fernglas lohnt es sich, einmal auf
die Mitte des Schwertgehänges unterhalb des Oriongürtels zu schauen. Der Nebel
ist auch damit bereits erkennbar.
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Venus vor
der Sonne am 8. Juni 2004:

Ein Vorübergang
der Venus vor der Sonne passiert etwa alle 125 Jahre, bedingt durch die Bahngeometrie
der Erde und der Venus in ihrem Umlauf um die Sonne. Bei einem solchen Vorübergang
steht die Venus in Sichtlinie zur Sonne. Die Tagesseite der Venus ist der Sonne
zugewandt, wir sehen die Nachtseite der Venus, also Venus im Gegenlicht. Daher
ist die Venus auch dunkel. In dieser Aufnahme sehen wir die Sonne im roten Licht
des Wasserstoffs (H-Alpha), eine kleine Sonnenprotuperanz ist am Sonnenhorizont
links im Bild. Die Sonne selbst erschien an diesem Tag sehr ruhig und zeigte
weder auffällige Protuperanzen noch Flecken. Die Aufnahme entstand am Starfire-Refraktor,
der mit dem Coronado-Sonnenfilter auf 90mm abgeblendet wurde. Als Kamera diente
wieder die bewährte Phlips 2UCamPro. Diese ist eine Aufnahme aus einer
Ausbeute von über 5000 Aufnahmen, die noch zur Nachbearbeitung und Auswertung
anstehen. Hier zeigen wir eine Videoanimation
(3,5MB), die am kleinen Zeiss 80/840-Refraktor aufgenommen wurde. Als Aufnahmegerät
diente eine Mintron-Kamera, Baader-Sonnenfilterfolie. Die Animation zeigt einen
Zeitraffer über den gesamten Durchgang. Aufgenommen von Markus Kempf. Ein
weitere Videoanimation (6,7MB)
zeigt den Vorrübergang der Venus wie auf obenstehenden Bild im H-Alpha-Licht.
Dies ist nur eine erste Rohfassung mit noch vielen Wacklern. Eine Endfassung
befindet sich noch in Arbeit...

Totalaufnahme
der Sonne im roten H-Alpha-Licht des Wasserstoffs mit dem 7"-Starfire-Refraktor
während des Venustransits. Da die Helligkeitsunterschiede zwischen den
Protuberanzen am Rand der Sonnenstruktur in der Bildmitte sehr groß
sind, wurde die Aufnahme aus zwei unterschiedlichen Belichtungen montiert.
Als Kamera kam eine Canon D10 Digital-Spiegelreflexcamera zur Anwendung. Klicken
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