Nicolaus Copernicus (1473-1543)

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Copernicus wird 1473 in Thorn geboren und studiert in Bologna sowie in Padua Kirchenrecht und Medizin. Bereits während seines Studiums begeistert er sich für astronomische Fragen. 15übernimmt er als Domherr von Frauenburg die Verantwortung für das Domkapitel der Stadt.
1514 beendet er sein erstes astronomisches Manuscript "Commentariolus", in dem er erstmals die Zentralstellung der Erde in Frage stellt und ihr stattdessen eine tägliche und jährliche Bewegung zuweist. Erst 1543, in seinem Todesjahr, erscheint sein Hauptwerk "De Revolutionibus Orbium Coelestium". Kepler beindruckt vor allem, wie einfach mit dem Copernicanischen Weltbild die tägliche Drehung der Fixsterne um die Erde und die Schleifenbewegung der oberen Planeten erklärt werden können.

Copernicus bricht zwar in diesem Werk mit dem Geozentrischen Weltbild, nicht aber mit dem aristotelischen Dogma gleichförmiger Kreisbewegungen der Planeten. Sein Weltbild ist zudem nicht vollkommen heliozentrisch, weil er nicht die Sonne als als Mittelpunkt der Planetenbahnen ansieht, sondern den unbesetzten, körperlosen Mittelpunkt der Erdbahn, von dem aus gesehen die Erde sich nach aristotelischen Regeln gleichförmig bewegen soll. Das Werk löst bei Vertretern aller Konfessionen heftigen Widerspruch aus und wird 1616 trotz der Widmung an den Papst auf den Index der verbotenen Bücher gesetzt. Kepler begeistert sich zwar aus Gründen der Einfachheit für das Prinzip einer täglichen und jährlichen Bewegung der Erde. Sein radikal heliozentrischer Anspruch einer wirklichen Zentralstellung der Sonne basiert dagegen auf seinen religiösen Überzeugungen.

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