II. Was versteht man unter der Kodierungstheorie?

Die Kodierungstheorie ist eine sehr junge Wissenschaft. Ausgangspunkt war die Pionierarbeit von Claude E. Shannon aus dem Jahr 1948: „A mathematical Theory of Communication”.


Im Prinzip geht es bei der Kodierungstheorie um Folgendes:
Kodierungstheorie
Es wird versucht Daten über einen Kanal so zu vermitteln, dass eventuell auftretende Übertragungsfehler ausgeglichen werden können.
Hierzu werden fehlererkennende und fehlerkorrigierende Kodes (=Kanalkodes) entworfen und angewandt (=Kodierung), die im Anschluss an die Übertragung wieder möglichst korrekt durch den Empfänger entschlüsselt werden (=Dekodierung).

Zu Beachten gilt aber zum einen, dass die zu übertragende Datenmenge aus Geschwindigkeitsgründen möglichst klein bleiben sollte und zum anderen, dass die Methoden die Übertragung so sicher wie möglich machen.
(Mit Sicherheit ist hier nur in weniger bedeutendem Maß die Sicherung vor Entschlüsselung durch Unbefugte gemeint, viel mehr geht es darum, dass der Datentransport vor physikalisch ungewollten Einflüssen geschützt ist.)
Diesen optimalen Mittelweg zu finden, zwischen Einfügen von Zusatzinformationen (-> Dateninflation) zur Fehlerkorrektur und Datenkompression für die schnelle Übertragung macht einen ganz besonderen Reiz der Kodierungstheorie aus.


Des Weiteren beschäftigt sie sich damit, Daten effizient zu speichern (=Datenkompression).


Zusammenfassend lässt sich also das Ziel der Kodierungstheorie als Streben nach einer Erhöhung der Zuverlässigkeit im elektrischen Datenverkehr formulieren.

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