III. War Isaac Newton ein Alchimist?

Sir Isaac Newton (* 4.1.1643 Wollsthorpe +31.3.1727 Kensington) warerhob englischer Physiker, Mathematiker, Astronom und auch Alchimist.

Damals, im 17. Jahrhundert trennte man noch nicht scharf zwischen Physik und Philosophie und so galt Newton als Philosoph. So mutet es für heutige Menschen etwas seltsam an, wenn sie erfahren, dass Newton sich mit einer „Pseudowissenschaft“ beschäftigte. Denn Newton gilt als einer der größten Naturwissenschaftler aller Zeiten, ihm verdanken wir die Kenntnisse über Gravitation und die Bewegungsgesetze, er legte den Grundstein für die Mechanik, Kenntnisse über die Differenzialrechnung und viele andere Errungenschaften.

Dass diese Tatsache so wenig bekannt ist liegt wohl daran, dass er seine Ergebnisse niemals veröffentlichte, obwohl er behauptete, dass einige seiner Versuche erfolgreich waren. Seine alchemistischen Manuskripte blieben bis 1940 unbeachtet. Erst im Jahre 1975 analysierte Professor B.T. Dobbs sorgfältig Newtons Manuskripte und veröffentlichte in Folge dessen in dem Buch ,,The Foundations of Newton Alchemy" seine Erkenntnisse die er gewann. Dobbs behauptet, dass Newton die umfangreiche alchemistische Literatur eingängig studiert und in seinem Laboratorium praktisch nachvollzogen hat. Dies führte er hingegen in einem Umfang bislang nie angetroffenen Umfang durch. Newtons Ziel war es mit Hilfe der Alchemie die Struktur des Mikrouniversums zu erforschen und dabei entdeckte er die Schwerkraft, die Kraft, die die Planeten auf ihren Umlaufbahnen hält. Doch dies genügte ihm nicht, er wollte die Kräfte entdecken, welche die Elementarteilchen zusammenhalten. Obwohl er sich von 1669-96 mit dieser Kraft befasste, gelang es ihm nicht sie zu finden.
Newton war der Auffassung, dass Gott zum Beginn der Menschheit einigen Privilegierten die Geheimnisse der Naturphilosophie (Lehre, die versucht naturwissenschaftliche Ergebnisse mit bestimmten Weltanschauungen zu verbinden) und der Religionen verriet. Laut ihm gingen diese Kenntnisse verloren und wurden später wieder entdeckt und in Fabeln und Mythen verarbeitet, aber nur Eingeweihte seien in der Lage dies zu erkennen. Newton ist aber der Meinung, das man diese Kenntnisse durch zielstrebige Experimente wiedererlangen könne.
Newtons alchemistisches Denken ging soweit, dass man sagen kann, er habe ab 1675 alles versucht um Alchemie, Philosophie und Mechanik miteinander zu vereinen.

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