IV. Was ist „Teleologie“?

Die Teleologie (griechisch, im altgriechischen Sinn Ziel, Sinn und Lehre) ist die Lehre der ziel- und zweckbestimmten Ordnung von Gegenständen und Ereignissen.

Nach teleologischen Anschauungen, sind Naturphänomene einer inneren Zweckgerichtetheit unterstellt. Dabei wird nach Aristoteles zwischen der causa materialis (=Stoffursache) und der causa finalis (=Zweckursache) unterschieden. Man versucht Vorgänge in der Natur nicht über Wirkursachen sondern über Zielzustände zu erklären. So sagt die Teleologie aus, dass es in der Natur so etwas wie Absicht und Planung gebe.

Das teleologische Prinzip wird mittlerweile von vielen Wissenschaften abgelehnt. Man hat zum Beispiel in der Biologie versucht die gesamte Entwicklung eines Eies zu einer bestimmten Spezies teleologisch zu erklären. Jedoch konnte keine Erklärung für das Wirken eines solchen letzten Prinzips gefunden werden und die Erkenntnisse der Genetik und der Paläontologie (= Wissenschaft von den Lebewesen vergangener Erdzeitalter) brachten die Teleologie schließlich vollständig in Verruf. Manche Philosophen sehen es als größte Leistung Darwins an, dass er Aristoteles' vierte und letzte Ursache widerlegt hätte, indem er zeigte, dass eine Entwicklung hin zu einem bestimmten Ziel durch die natürliche Auslese erklärt werden könne.

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