Es war ein grandioses Schauspiel, das wir am 28. September bei einem besonders klaren, wolkenfreien Himmel beobachten konnten. Gleich nachdem wir um 3:30 wie geplant die Sternwarte öffneten, kamen unsere Mitglieder und trotz der frühen Uhrzeit auch erstaunlich viele weitere  Besucher, um das Ereignis zu beobachten.
Erst gegen Ende um 6:30 löste sich Gruppe dann wieder auf.

Hier zwei Bilder, eines zu Beginn des Austritts aus dem Kernschatten, das andere kurz vor dem Ende der Bedeckung durch den Erdschatten. Beide wurden mit unserem Starfire-Refraktor aufgenommen.

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Früh am Morgen des letzten Montags im September gibt es ein seltenes Himmelsschauspiel zu sehen,  die einzige für Mitteleuropa sichtbare Mondfinsternis in diesem Jahr. Man muß aber früh aufstehen, um noch einen Zipfel der Verfinsterung zu erspähen: Um 6:30 ist bereits alles vorbei. Wer noch den total im Erdschatten liegenden, nur schwach rötlich glimmenden Mond beobachten möchte, muß dies vor 5:30 tun. Für alle Frühaufsteher öffnen wir die Johannes-Kepler-Sternwarte bereits um 3:30, Totalitätsbeginn ist gegen 4:15.

Der Mond erscheint uns an diesem Morgen größer als sonst, da er auf seiner elliptischen Bahn der Erde wieder einmal besonders nahe kommt. Er sind dann nur 357 Tsd. km zu ihm, während er sich manchmal bis zu 406 Tsd. km von uns entfernt. Mit der Finsternis hat das aber nichts zu tun.

In der Johannes-Kepler-Sternwarte:

 

Fotografische Himmelsaufnahmen aus 100 Jahren  - im Brennpunkt von Forschung, Didaktik und Öffentlichkeitsarbeit.

 Dr. Michael Geffert, Argelander-Institut für Astronomie der Universität Bonn

Das umfangreiche fotografische Material der Eifelsternwarte Hoher List umfasst rund 15.000 Fotoplatten, die von Bonner Astronomen im Laufe von 100 Jahren aufgenommen wurden. Die Fotos bilden heute den Grundstock der Sammlung Historischer Himmelsaufnahmen der Bonner Universität und ermöglichen Messungen zur Bewegung von Sternen oder lassen längerfristige Helligkeitsveränderungen erkennen. Neben den wissenschaftlichen Untersuchungen bieten sich auch interessante Projekte zur Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit. Im Schulunterricht kann mit authentischem Material aus der Profi-Astronomie die Auswertung von Beobachtungsdaten geübt werden.

In seinem Vortrag erläutert Dr. Geffert auch die Möglichkeiten zur Umwandlung der denkmalgeschützten Sternwarte in ein astronomisches Besucher- und Bildungszentrum.

Dieser Vortrag erfolgt gemeinsam mit dem Planetarium Stuttgart. Nach dem Vortrag bietet sich bei gutem Wetter die Gelegenheit zur Beobachtung mit dem Teleskop der Kepler-Sternwarte. Gesehen werden können dann unter anderem Jupiter,Mond und der nahezu in Oppositionsstellung befindliche Saturn.

Nutzen Sie die Reise nach Weil der Stadt für einen Besuch des Kepler-Museums, in der Keplergasse 2. Sonderöffnungszeit am 29. Mai: 10 - 12 Uhr und 14 - 19:30 Uhr

ORT: Johannes-Kepler-Gymnasium, Max-Caspar- Straße 47, 71263 Weil der Stadt

DATUM: 29. Mai 2015 um 20 Uhr

Eintritt: 4,- Euro (Mitglieder der Kepler-Gesellschaft, der Planetariumsgesellschaft und der Schwäbischen Sternwarte sind frei)

Astronomietage 2015 am 20. und 21. März

Eine bei uns sichtbare, partielle Sonnenfinsternis leitete am 20. März die beiden Tage ein, die Kepler Sternwarte war ab 9:00 Uhr für Besucher geöffnet. Bei herrlichem Wetter ließ sich der gesamte Verlauf bestens verfolgen. Auf zwei großen Bildschirmen war die mehr und mehr verfinsterte Sonne zu beobachten. Einmal im roten Licht der H-alpha Strahlung, wodurch die Protuberanzen. (Gasausbrüche) deutlich sichtbar wurden. Zum anderen im durch ein Herschel-Prisma mit Grünfilter abgeschwächten Weißlicht.  

Hier ein Bild der roten Sonne während der Bedeckung, mit Protuberanzen rechts und oben: Sonne H-alpha

sowie ein Übersichts-Bild über alle Stadien der Bedeckung mit Zeitangabe  Bedeckungsstadien

Am zweiten Tag war wetterbedingt keine Beobachtung von Sonnenflecken und Protuberanzen mehr möglich. Um 17:00 Uhr begann eine Photoausstellung astronomischer Objekte und die Vorführung von Computeranimationen, z.B. mit denSchattenspielen der Jupitermonde.

Um 18:00 Uhr folgte der Vortrag von Frau Prof. Dr. K. Grebel vom Zentrum für Astronomie der Universität Heidelberg: 

‚Galaktische Archäologie - Auf den Spuren der Entstehung und Entwicklung unserer Galaxis‘

Anschließend gab nach  leichter Aufklarung die Möglichkeit zur Beobachtung auf der Sternwarte, an diesem Abend insbesondere von Jupiter und seinen Monden. Für die Schattenspiele war es leider zu dunstig bzw. bewölkt.

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