Der erste Februar-Sonnenschein erforderte zwingend, unser neues Herschelprisma auszuprobieren. Bei zunächst schon wieder ganz leicht dunstigem und später dann fast klarem Himmel wurde visuell mit dem 25er Okular (später auch mit dem 19er Panavue) beobachtet. Es gab eine längere Gruppe von Sonnenflecken in Reihe zu sehen, dazu einen kleineren einzelnen Fleck.Unser Urteil: es macht wirklich Spass, damit zu arbeiten, man sieht eine Fülle feiner Details, vor allem auch den leicht ausgefransten Rand der Penumbra in bester Auflösung. Hier macht sich die Qualität des Starfire bemerkbar, die durch das offenbar wirklich hochwertige Herschel in keiner Weise beeinträchtigt wird. Die Granulation wird bereits visuell sichtbar, wobei wir noch keine kurzbrennweitigen Okulare eingesetzt hatten.

Natürlich musste auch ein Fotoversuch gemacht werden, wobei sich dann zeigte, dass über Mittag das Seeing nur mittel war, wenngleich nicht allzu schlecht. Von Bild zu Bild veränderte die Fleckengruppe doch Ihre Form deutlich, wurde mal breiter, mal wieder schmäler. Immerhin  waren unter den gut 60 Bildern des ersten Versuches doch einige,  die nach etwas Bearbeitung schon mal ganz ordentlich sind.

Die Belichtung betrug 1/500 s, am Herschel waren das ND3 und das Solarkontinuum montiert (mit dem schmalen Durchlass im grünen Bereich bei etwa 538 nm  mit einer HWB von 10 nm). Fotografisch ist zusätzlich besonders die Granulation deutlich zu erkennen, dazu allerlei weitere Einzelheiten wie kleine dunkle Flecke.

Hier drei Bilder, davon zwei Ausschnittvergrößerungen aus dem großen Bild, die beide kontrastverstärkt wurden. Zum Vergleich: Eine SDO-Aufnahme der Sonne mit vom gleichen Tag mit eingefügtem kleinen Ausschnitt unserer Aufnahme.

Fazit: Ein ganz anderer Eindruck von der Sonne im Vergleich zum Folienfilter!

Gottfried

 

SoFlecken-1 SoFlecken-2 SoFlecken-3 sonne 16022013
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