Tarantelnebel  -  NGC 2070

Dieter Ludwig     Johannes-Kepler-Sternwarte Weil der Stadt

     

Ort der Aufnahme: Namibia

14" Spiegel (Celestron), SBIG 11000 M mit AOL

Belichtungszeit gesamt: 4 890 s  (1h 22 min)

Bedingungen: seeing gut, -5°C, Kamera -30°C

 

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Das Objekt:

Der Tarantelnebel ist bereits mit dem bloßen Auge in den östlichen Ausläufern der Großen Magellanschen Wolke sichtbar. Er befindet sich in einer Entfernung von etwa 158 000 LJ und ist nicht nur der hellste Emissionsnebel der LMC, sondern das massereichste und größte Sternentstehungsgebiet in der ganzen lokalen Gruppe. Der Durchmesser des Nebels beträgt über 900 Lichtjahre und er enthält einen gewaltigen Sternhaufen mit etwa 2 400 massereichen, heißen, jungen OB-Sternen. Im Kern des Haufens befindet sich R136, die dichteste bisher bekannte Konzentration massereicher Sterne überhaupt.

R136 ist der uns nächste Supersternhaufen (SSC). Innerhalb seines acht Lichtjahre großen Zentrums drängen sich 39 Sterne vom Spektraltyp O3 zusammen, die 500 Mal so viel ionisierte Strahlung abgeben wie die Sterne des Orionnebels (M 42). Über eine Periode von einigen Millionen Jahren haben sich die leuchtkräftigsten Sterne innerhalb R 136 gebildet. Die hochkomplexe Struktur der sie umgebenden Nebel ist teilweise auf Supernova-Explosionen zurückzuführen.

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