Sommerferienprogramm 2010 im Kepler-Museum in Weil der Stadt

Auch in diesem Jahr kam wieder eine Gruppe Kinder zum Sommerferienprogramm ins Kepler-Museum, um mehr über Johannes Kepler, sein Leben, seine Zeit und seine Zeitgenossen zu erfahren.

Zu Beginn wurde auf dem Markplatz das Kepler-Denkmal mit all seinen Figuren und Tafeln genau angeschaut, denn sie stellen wichtige Bereiche aus Keplers Leben dar. Das Denkmal steht schon seit 1870 auf dem Marktplatz. Wo es gebaut wurde, wie es nach Weil der Stadt gekommen ist und warum es nicht auf dem Kirchplatz aufgestellt worden ist, haben die Kinder erfahren. Wer mehr darüber wissen will, kann ja mal Herrn Sigloch im Stadtarchiv besuchen. Er hat dort eine schöne Ausstellung zum Denkmal zusammen gestellt und erklärt gerne alles.

Im Museum konnte man erfahren, wie es in Weil der Stadt zu Keplers Zeit ausgesehen hat, was die Leute für Kleidung trugen, was es damals zu essen gab, wie man damals geschrieben hat, was es für scheußliche Arzneien gab, dass es üble Streitereien um den richtigen Glauben und schlimme Krankheiten gab und Vieles mehr. Insgesamt haben wir es heute schon recht bequem mit unserem fließenden Wasser, der Heizung, den Ärzten und Krankenhäusern, den Supermärkten, den elektrischen Geräten und sogar in der Schule ist es heute viel entspannter als damals. Man denke nur daran, dass Keplers Tag in der Klosterschule morgens um 4 Uhr mit dem Morgengottesdienst los ging und um 21 Uhr mit dem Abendgottesdienst endete und dass kaum Zeit zum Spielen da war.

Welche wichtigen Entdeckungen Kepler in der Astronomie gemacht hat und dass seine Mitmenschen erst lange nach seinem Tod erkannt haben, wie wichtig und richtig seine Erkenntnisse damals schon waren, kam ebenso zur Sprache wie die Tatsache, dass seine Mutter beinahe als Hexe verbrannt worden wäre. Erstaunlich, was der Mann alles erlebt hat und was er erleiden musste. Und trotzdem war er in der Lage, so wichtige Dinge wie die drei Planetengesetze heraus zu finden und Bücher darüber zu schreiben.

Die Kinder haben überall bestens aufgepasst und konnten den anschließenden Fragebogen leicht ausfüllen. An den vielen richtigen Antworten konnte man sofort erkennen, dass es jetzt eine ganze Reihe neuer Kepler-Experten gibt. Vielleicht kommt der eine oder andere ja mal wieder zu Besuch ins Kepler-Museum und bringt dabei noch seine Eltern, Geschwister, oder Freunde mit. Wir würden uns freuen.

Informationen zum Kepler-Museum gibt es unter www.kepler-museum.de