Es wird wieder früh genug dunkel, ist  noch  nicht  so kalt wie in den Wintermonaten. Sofern der Himmel klar ist, eine ideale Zeit für Sternführungen. Wir beginnen im September noch um 22:00 Uhr, ab Oktober dann bereits um 20:00 Uhr bei den öffentlichen Freitags-Führungen.

Bis Mitte Oktober ist noch ein Blick auf den Saturn mit seinem Ringsystem möglich, danach geht er bereits zu früh unter. Mars ist noch bis zum Jahresende sichtbar, allerdings nach seiner Opposition bereits zu weit von uns entfernt für Details; ein rötliches Scheibchen bleibt aber sichtbar.

(s. auch Öffnungszeiten unter Kepler Sternwarte / Allgemeines)

Am Montag, 9. Mai 2016 zog Merkur auf seiner Bahn um die Sonne in Sichtlinie für die Erde vor der Sonne vorbei und erschien uns als wandernder schwarzer Punkt auf ihr.

Die Sternwarte hatte dafür ab 13:00 Uhr geöffnet, der Vorgang war den ganzen Nachmittag zu beobachten. Gelegentlich zogen einige Wolken vorbei, aber Merkur war (fast) immer vor der Sonne zu sehen. Auch ein kräftiger Sonnenfleck nahe ihrer Mitte sowie einige kleinere waren zu erkennen. Wir hatten laufend Besucher, die teils auch nach einiger Zeit erneut kamen, um sich vom Fortschritt des Ereignisses zu überzeugen. 

Das Bild stellt eine Überlagerung dar von zwei Aufnahmen im Abstand von mehreren Stunden, wobei eine Linie durch die Merkurpositionen (die beiden schwarzen Punkte) gezogen wurde, um seinen Weg vor der Sonne zu verdeutlichen. Die Position des Sonnenflecks veränderte sich in dieser Zeit praktisch nicht. Die dünnen Wolken stammen vom zweiten Bild, mit dem das erste (mit dem Merkur in der linken Position) überlagert wurde.

 

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         Sonne, 2 Merkurpositionen, Lauflinie            (Bild:  G. Reimann, Johannes-Kepler-Sternwarte)

 

Am 6. April gegen 9:30 Uhr MESZ zog der Mond vor der Venus vorbei und bedeckte sie dabei für über eine Stunde. Dies war trotz Taghimmel mit dem Teleskop zu beobachten, die Venus war gut sichtbar und verschwand mit Bedeckungsbeginn. Der Mond gab sich also nur indirekt zu erkennen.

Die Johannes-Kepler-Sternwarte hatte dafür um 9:00 Uhr öffnen und bot Beobachtungsmöglichkeit.

Die Venus befand sich nahe ihrer oberen Konjunktion, sie erschien uns daher als helles Scheibchen, der abnehmende Mond war ca. 16 Stunden vor Neumond extrem schmal und im Teleskop nicht als Sichel zu erkennen.

Beim Austritt bedeckten dann Wolken den Mond, so daß dieser von uns nicht mehr gesehen werde konnte.

 

VenusMond

Kopernikus

       Krater Kopernikus (links) + Eratosthenes   (Bild: G. Reimann, Johannes-Kepler-Sternwarte)

Am 19. März (Samstag) fand der bundesweite Astronomietag des Jahres 2016 statt. Der Titel der Veranstaltung war 'Faszination Mond'. Die Johannes-Kepler-Sternwarte in Weil der Stadt beteiligte sich wieder mit einem Programm bestehend aus Vortrag, Ausstellung und Beratung, wobei auch Beobachtung vorgesehen war, diese aber wegen bedeckten Himmels nicht stattfand.

Wir hatten eine erfolgreiche Veranstaltung. Ab 19:00 Uhr kamen bereits viele Besucher in den Kepler-Saal. Die von der Jugendgruppe vorgeführten Demonstrationen zum Verhalten der Schwerkraft auf dem Mond, der Kraterentstehung und weiteren Besonderheiten lockten die Zuschauer zu den Darbietungen.
Mehrere Interessenten ließen sich Tipps zu möglichen Teleskopanschaffungen geben, u.a. auch an Hand der im Saal extra dafür aufgestellten Instrumente.
Meteoriten, die teilweise sekundäre Ojekte waren, also von heftigen Einschlägen auf dem Mond von dort ins All geschleudert wurden und dann als Meteoriten zur Erde kamen, waren zu bewundern.
Es gab eine Ausstellung unserer Aufnahmen von Galaxien und weiterer 'Deep Sky'-Objekte, dazu eine Tafel mit mit ausgewählten Aufnahmen unterschiedlicher Regionen des Mondes.
Höhepunkt des  Abends war dann um 20:00 Uhr der Vortrag von Prof. Dr. Wilhelm Kley mit dem Thema 'Was bewegt der Mond?", zu dem sich rund 100 Zuhörer einfanden und der im Anschluss noch zu vielen Fragen anregte.

 

 pdf Das Programm zum Astronomietag 2016.pdf

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