Am Montag, 9. Mai 2016 wird Merkur auf seiner Bahn um die Sonne in Sichtlinie vor ihr vorbeiziehen und uns als wandernder schwarzer Punkt auf der Sonne erscheinen (seine uns zugewandte Hälfte ist dann ja unbeleuchtet!)

Dies ist mit Sonnenbeobachtungsbrillen nicht zu erkennen, mit einem entsprechend geschützten Teleskop aber sichtbar. Die Sternwarte wird dafür ab 13:00 Uhr geöffnet sein, der Vorgang ist den ganzen Nachmittag zu beobachten. Der erste Kontakt wird ab ca. 13:10 Uhr erkennbar sein.

Das letzte Ereignis dieser Art gab es 2003 zu sehen, die beiden nächsten finden 2019 und 2032 statt. Der Teil der Sonne, der dabei überquert wird, ist sehr unterschiedlich - diesmal ist er recht groß. Entsprechend lang ist  die Beobachtungsmöglichkeit:  Vom ersten Kontakt bis zum Ende sind es fast 8 Stunden! 

Merkur Trs 2016

         Sonne mit kleinen Protuberanzen            (Bild:  G. Reimann, Johannes-Kepler-Sternwarte)

 

Am 6. April gegen 9:30 Uhr MESZ zog der Mond vor der Venus vorbei und bedeckte sie dabei für über eine Stunde. Dies war trotz Taghimmel mit dem Teleskop zu beobachten, die Venus war gut sichtbar und verschwand mit Bedeckungsbeginn. Der Mond gab sich also nur indirekt zu erkennen.

Die Johannes-Kepler-Sternwarte hatte dafür um 9:00 Uhr öffnen und bot Beobachtungsmöglichkeit.

Die Venus befand sich nahe ihrer oberen Konjunktion, sie erschien uns daher als helles Scheibchen, der abnehmende Mond war ca. 16 Stunden vor Neumond extrem schmal und im Teleskop nicht als Sichel zu erkennen.

Beim Austritt bedeckten dann Wolken den Mond, so daß dieser von uns nicht mehr gesehen werde konnte.

 

VenusMond

Kopernikus

       Krater Kopernikus (links) + Eratosthenes   (Bild: G. Reimann, Johannes-Kepler-Sternwarte)

Am 19. März (Samstag) fand der bundesweite Astronomietag des Jahres 2016 statt. Der Titel der Veranstaltung war 'Faszination Mond'. Die Johannes-Kepler-Sternwarte in Weil der Stadt beteiligte sich wieder mit einem Programm bestehend aus Vortrag, Ausstellung und Beratung, wobei auch Beobachtung vorgesehen war, diese aber wegen bedeckten Himmels nicht stattfand.

Wir hatten eine erfolgreiche Veranstaltung. Ab 19:00 Uhr kamen bereits viele Besucher in den Kepler-Saal. Die von der Jugendgruppe vorgeführten Demonstrationen zum Verhalten der Schwerkraft auf dem Mond, der Kraterentstehung und weiteren Besonderheiten lockten die Zuschauer zu den Darbietungen.
Mehrere Interessenten ließen sich Tipps zu möglichen Teleskopanschaffungen geben, u.a. auch an Hand der im Saal extra dafür aufgestellten Instrumente.
Meteoriten, die teilweise sekundäre Ojekte waren, also von heftigen Einschlägen auf dem Mond von dort ins All geschleudert wurden und dann als Meteoriten zur Erde kamen, waren zu bewundern.
Es gab eine Ausstellung unserer Aufnahmen von Galaxien und weiterer 'Deep Sky'-Objekte, dazu eine Tafel mit mit ausgewählten Aufnahmen unterschiedlicher Regionen des Mondes.
Höhepunkt des  Abends war dann um 20:00 Uhr der Vortrag von Prof. Dr. Wilhelm Kley mit dem Thema 'Was bewegt der Mond?", zu dem sich rund 100 Zuhörer einfanden und der im Anschluss noch zu vielen Fragen anregte.

 

 pdf Das Programm zum Astronomietag 2016.pdf

Es war ein grandioses Schauspiel, das wir am 28. September bei einem besonders klaren, wolkenfreien Himmel beobachten konnten. Gleich nachdem wir um 3:30 wie geplant die Sternwarte öffneten, kamen unsere Mitglieder und trotz der frühen Uhrzeit auch erstaunlich viele weitere  Besucher, um das Ereignis zu beobachten.
Erst gegen Ende um 6:30 löste sich Gruppe dann wieder auf.

Hier zwei Bilder, eines zu Beginn des Austritts aus dem Kernschatten, das andere kurz vor dem Ende der Bedeckung durch den Erdschatten. Beide wurden mit unserem Starfire-Refraktor aufgenommen.

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