Der Sturm verliert kontinuierlich an Ausdehnung. Während er im 19. Jahrhundert noch etwa 40.000 km breit war (etwa drei Erddurchmesser), misst er aktuell nur noch knapp 16.500 km. Er ist damit nur noch etwa 1,3-mal so breit wie die Erde.
Parallel zur Schrumpfung verändert sich die Form von einem ausgeprägten Oval hin zu einem fast kreisrunden Wirbel. Interessanterweise dehnt sich der Sturm dabei laut NASA-Daten in die Höhe aus, während er schmaler wird – vergleichbar mit Ton auf einer Töpferscheibe.
Trotz der geringeren Fläche ist die Farbe in den letzten Jahren kräftiger und dunkler geworden, oft beschrieben als ein tiefes Orangerot.
Dies sieht man auch in meinem Foto, vorallem auch in den Randbereichen des Flecks.
Dass der GRF am Rand oft dunkler erscheint, liegt an einer Kombination aus seiner einzigartigen Sturmstruktur, der chemischen Zusammensetzung und der Höhenlage der Wolken.
Die Winde am Rand des Antizyklons haben sich in den letzten Jahren leicht beschleunigt und erreichen Spitzenwerte von über 640 km/h.
Für weitere Entwicklung des GRF in der Zukunft gibt es in der Wissenschaft keine eindeutigen Aussagen…
Zum Foto: Die Aufnahme entstand an der Kepler-Sternwarte in Weil der Stadt am Starfire 7“ Refraktor.
Bei einer Brennweite von 1620mm wurden mit einer ZWO ASI 715 MC Farbkamera, einem UV/ IR- Cut Filter Videos mit 35s Länge aufgenommen. Die Videos wurden in Autostakkert!4 gestackt, die Bilder in RegiStax vorgeschärft und in Photoshop endbearbeitet.
Jörg Dubiel

